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Giro: Wie man den perfekten Skihelm entwickelt

Die Entwicklung des perfekten Skihelms ist eine wichtige Angelegenheit, denn es geht dabei um unsere Köpfe. Oder besser gesagt: um die Sicherheit unserer Köpfe. Denn so gut wir auch Skifahren können: Ein Sturz kann immer mal passieren. Und bei jedem Sturz kann der Kopf ernsthaft verletzt werden. Der perfekte Skihelm muss daher den Kopf optimal vor den Auswirkungen jeder Art von Sturz schützen - und sollte dabei möglichst bequem sein und nicht beim Fahren stören. Denn nur wenn man sich sicher fühlt, kann man die Abfahrt in vollen Zügen genießen. Achja, und gut aussehen sollte der perfekte Skihelm möglichst auch noch.

Giro: Stetige Weiterentwicklung seit über 35 Jahren

Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist vor allem eines nötig: der Wille zur ständigen Weiterentwicklung. Denn auch wenn ein Helm bereits gut schützt und gut sitzt, können Schutzfunktion und Bequemlichkeit immer noch besser werden. Voraussetzungen dafür sind die Aufmerksamkeit auf jedes Detail und die Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen und sich bei Bedarf wissenschaftliche Expertise von außen ins Boot zu holen.

Kaum ein Unternehmen erfüllt diese Voraussetzungen so gut wie Giro. Denn seit Giro vor über 35 Jahren in Santa Cruz, Kalifornien Firma gegründet wurde, hat die Firma sich dem Ziel verschrieben, die Entwicklung immer weiter voranzutreiben, dabei auf jedes Detail zu achten, wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen und damit den Ridern dieser Welt die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung zu stellen.

Manifester Ausdruck dieser Zielsetzung ist neben dem in der Branche einzigartigen Helmtestlabor, dem sogenannten Dome, die Produktpalette von Giro. Denn die hat sich im Laufe der Zeit immer mehr weiterentwickelt und diversifiziert. Ursprünglich im Radrennsport angesiedelt, verfügt Giro inzwischen auch über jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Skihelmen und hat dabei mit einigen Innovationen für eine verbesserte Schutzfunktion und mehr Bequemlichkeit gesorgt.

Besserer Schutz für deinen Kopf – du brauchst ihn  schließlich noch noch!

Ein wichtiger Entwicklungsschritt gegenüber den gewöhnlichen Hartschalen-Helmen war die Entwicklung der sogenannten In-Mold-Bauweise, bei der die robuste Außenschale während des Aufschäumens der aufprallabsorbierenden Innenschale in einem Arbeitsgang mit dieser verklebt wird. Das sorgt für mehr Widerstandsfähigkeit ohne zusätzliches Gewicht und erlaubt zudem den Bau deutlich besserer Belüftungssysteme.

Diese bewährte Bauweise wird bis heute bei Helmen wie dem Giro Neo, dem Giro Nine und den Damenhelmen Giro Era und Giro Avera verwendet.

MIPS von Giro: Wissenschaftliche Forschung für mehr Schutz

Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung erhöhter Sicherheit ist Giro als erster Skihelm-Hersteller mit der Einführung des MIPS-Systems gegangen. Dafür hat Giro Jahre damit verbracht, mit den externen Designern hinter MIPS zusammenzuarbeiten. Die MIPS-Technologie wurde von Wissenschaftlern des Karolinska Hospital und des Royal Institute of Technology in Stockholm, Schweden, entwickelt und basiert auf 19 Jahren akademischer Forschung.

Grundlage ist die Einsicht, dass bei Stürzen nicht nur lineare Kräfte auf den Kopf einwirken, sondern auch rotierende Kräfte - und die können von herkömmlichen Helmen nicht ausreichend abgemildert werden. Die Lösung für dieses Problem ist ein dehnbares Befestigungssystem zwischen der Außen- und einer dünnen Low-Friction-Innenschale. Bei einem schrägen Aufprall dehnt sich das elastomere Befestigungssystem, die Außenschale kann unabhängig um den Kopf rotieren und so das Ausmaß der Rotationskräfte, die auf das Gehirn einwirken, deutlich verringern.

Verbaut wird dieses System in allen Helmen, die mit dem Namenszusatz MIPS versehen sind, etwa im Giro Neo MIPS oder den Damen-Modellen Giro Fade MIPS und Giro Avera MIPS.

Eine weitere Weiterentwicklung ist die Hybrid-Konstruktion, die die Vorteile von Hartschalen- und In-Mold-Bauweise vereint, indem sie ein extrem widerstandsfähiges Hartschalenoberteil mit einem In-Mold-Seitenteil zu einer Mischung verbindet, die ebenso robust wie leicht und gut belüftbar ist.

Verwendet wird diese Technologie zusätzlich zur MIPS-Technologie in Helmen wie dem Giro Zone MIPS oder dem Giro Jackson MIPS.

Mehr Bequemlichkei und Schutz dank In-Form-Fit-System und In-Form-2-Fit-System

Damit ein Helm gut schützen kann, muss er gut sitzen, denn ein Helm, der wackelt oder zu weit oben auf dem Kopf sitzt, kann seine Schutzfunktion nur ungenügend erfüllen - egal wie gut er gebaut ist.

Deshalb hat Giro im Laufe der Jahre eigene Anpassungssysteme entwickelt, angefangen mit dem In-Form-Fit-System . Bei diesem System lässt sich das Volumen des Helmes nicht nur mittels eines leicht zu bedienenden ergonomischen Stellknopfes um bis zu sechs Zentimeter verstellen, es ermöglicht auch eine Vertikaleinstellung für die Anpassung an verschiedene Kopfformen und Skibrillenhöhen.

Noch besser ist nur das In-Form-2-Fit-System, das durch ein noch niedrigeres Gewicht und ein niedrigeres Profil als das Original besticht und in Top-Modellen wie dem Jackson MIPS oder dem Zone MIPSverbaut wird.

Clevere Lüftungskontrolle für ein besseres Kopf-Klima

Zu einem guten Helm gehört auch eine gute Belüftung, und auch auf diesem Gebiet hat Giro sich einiges ausgedacht:

Eine wichtige Erkenntnis dabei war, dass das Beschlagen von Skibrillen häufig durch warme Luft, die sich oben und mittig sammelt, verursacht wird. Um dem abzuhelfen, verbaut Giro Stack-Vent-Belüftungsöffnungen über der Brille, die dafür sorgen, dass warme Luft direkt durch den Helm nach außen entweichen kann.

Zum Giro-Standard gehört inzwischen mit dem Thermostat-Control-System auch eine Lüftungskontrolle, mit deren Hilfe sich der Luftstrom mittels eines schnell und leicht bedienbaren Verstellknopfes regulieren lässt.

Noch besser ist nur eine weitere Neuentwicklung aus dem Hause Giro, das Passive Aggressive Venting System. Dieses diskrete, aber kraftvolle System regelt Luftstrom und Temperatur quasi vollautomatisch und das sowohl im Stand, beim Gehen und bei voller Fahrt. Diese neue Technik wird exklusiv im neuen Jackson MIPS verbaut.

Man sieht: Die Entwicklungsabteilung von Giro ist immer für große und kleine Innovationen gut. Und dabei haben wir sinnreiche kleine Details wie den magnetischen Fidlock-Verschluss, das patentierte Polartec-Innenfutter oder die integrierte Kamerabefestigung noch gar nicht angesprochen. Und wir sind uns sicher: Das wars noch lange nicht. Die nächsten Innovationen sind mit Sicherheit schon in der Pipeline.

Stichworte: Helme & Brillen